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Weihnachten in Spanien

Bei dem Thema Weihnachten in Spanien geht es doch nun wirklich um Tradition - oder doch nicht?? 

Doch, ganz klar es geht um Tradition beim DEM Fest der so katholischen spanischen Bevölkerung. Aber - ja auch hier gibt es ein aber- es ist nach meiner Meinung lange nicht mehr so, wie es die einschlägigen Zeitungen behaupten. Natürlich wird an bestimmten Dingen festgehalten, aber es wird schon auch sehr viel zu Gunsten der Menschen und speziell des Konsums hin verändert. Aber der Reihe nach. 

Eindeutig Tradition ist in Spanien die Weihnachtskrippe. In fast jedem Wohnzimmer findet man diese, es werden welchen in Einkaufszentren und Rathäusern, Sporthallen und Schulen aufgebaut. Einfach überall. Dabei gibt es die Krippen von ganz klein bis überlebensgroß, sogar "lebende" Krippen gibt es in Spanien. Die kleinen für zu Hause kann man sehr gut mit den Pyramiden und Räuchermännchen in Deutschland vergleichen. Es gibt hierbei die preiswerte Variante aus dem Supermarkt aber auch die handgefertigte, bei der man sich evtl. jedes Jahr ein neues Teilchen/Figürchen hinzukauft. Dabei sieht jede Krippe anders aus. Natürlich ist die Standartausrüstung "vorgegeben". Maria, Josef und das Jesuskind, begleitet von den heiligen drei Königen. Welche Tierchen, Personen oder schmückendes Zubehör sonst noch verwendet wird, hängt ganz von den Besitzern ab. Eine weitere -sehr wichtige- Frage ist natürlich auch das Material und die Grösse, was auch wieder eine Kostenfrage ist. 

Weihnachskrippe in Spanien (belen)

Am 24. Dezember wird traditionell innerhalb der Familie gespeist. Dies ist nicht nur offizielle Tradition, sondern wird tatsächlich umgesetzt. Das Essen über die Feiertage lassen sich die Spanier was kosten. Hier wird mehr ausgegeben, als für die Weihnachslotterie (2005 im Schnitt 70Euro pro Person, 2006 soll es auf 80-90Euro steigen) oder für Geschenke (die erst an dritter Stelle rangieren). Wer einmal als Ausländer (mangels Familienangehöriger vor Ort oder Unlust am Kochen) versucht hat einen Tisch für den 24 zu reservieren, der weiß wovon ich rede. Keine Chance, geschätzte 98% haben am Abend des 24. geschlossen. Die übrigen sind in ausländischem Besitz (denn Umsatz kann man hier schon machen) oder gehören zu Hotels. Am 25/26. sieht es übrigens mit den Reservierungschancen ähnlich aus, allerdings aus anderem Grund - wer hier zum Essen gehen möchte, sollte rechtzeitig reservieren. An diesen Tagen geht MAN essen - ebenfalls eine Tradition die umgesetzt wird. Tische sind Wochen und Monate vorher ausgebucht (natürlich Lokalabhängig). Ja und was ist mit Geschenken?? Wann gibt's die bitte. Hier haben wir doch schon mal einen solchen "traditionellen" Punkt. Offiziell gibt's die Geschenke nicht am 24 (wie in Deutschland) oder am 25 (wie in England). Nein, offiziell halten es die Spanier ja mit der Tradition und Geschenke gibt's da erst am 6.Januar, als die heiligen drei Könige auch die Geschenke brachten. Nun hat sich das aber im Laufe der letzten Jahre -ganz ähnlich wie in Deutschland- eher zu einer Konsumschlacht entwickelt. Also kassiert man (speziell die Kinder) so oft und so früh wie nur möglich. Frage ich meine allesamt spanischen Nachbarn bekomme ich immer die traditionelle Antwort, allerdings sprechen die leeren -nicht zu übersehenden- Spielzeugverpackungen in und um die Mülltonnen herum eine andere Sprache. Darauf angesprochen, kommt der Hinweis auf die zu grosse Familie - man teilt auf. Der erste Teil der "Sippe" darf die Kinder doch schon am 24. beschenken, die Eltern folgen dann meisst am 6.01. Wie dem auch sei, die Geschenke werden von Jahr zu Jahr größer und teurer! Den Einzelhandel wird's freuen, die Müllabfuhr weniger.

Mitternachsmesse - hier halten es die Spanier wie viele andere. Sonst ist man eher zu Haus katholisch, aber zu Weihnachten gehen doch schon mal auch ganze Familien in die Kirchen - sprich zur Mitternachtsmesse sind die Gotteshäuser gnadenlos voll bis überfüllt. Man lässt sich sehen und holt das nach, was an den vielen vergangen Sonntagen nicht möglich war. 

Am 25. Dezember ist offizieller Feiertag, am 26. Dezember eigentlich nicht. Wobei am 26. trotzdem fast alle Geschäfte geschlossen haben und die wenigsten Menschen zur Arbeit müssen. Wenn schon kein offizieller Feiertag, dann zumindest Betriebsferien. Die Tage werden im allgemeinen im Kreise der Familie verbracht, die heutige Jugend ist diskotechnisch unterwegs und trifft sich auch sonst lieber außerhalb des elterlichen Hauses. Die lieben Kleinen, die da noch nicht hin dürfen, verbringen die Zeit mit der so lang nicht mehr gesehenen weitläufigen Familie.

Ja und dann ist da noch der 6.Januar. Da kommt nicht der Weihnachtsmann, sondern die heiligen drei Könige. Es gibt Geschenke. In fast allen Orten (speziell die kleineren Orte) kann man vorher seine Geschenke gegen einen kleinen Betrag abgeben und diese werden dann höchst offiziell wieder verteilt. Natürlich nicht vom Bürgermeister, sondern von die offiziellen Boten. In manchen Orten stehen die Kinder Stunden dafür an. In anderen Orten werden sie an den Straßenrändern von den Helfern der Könige verteilt. Der Aufmarsch der Könige ist in jedem Jahr und überall eine Herausforderung der Organisatoren. Mit Hubschraubern, Booten, Kutschen, zu Pferd, mit Kamelen, zu Fuß..... die Möglichkeiten sind scheinbar unerschöpflich und die Kostüme der drei meist wunderschön. Nebenbei werden beim "Einmarsch" von den Helfern jede Menge kostenloser Süßigkeiten an die Kinder an den verteilt, die an den Straßenrändern warten. Vielerorts gibt es auch Stühle, so dass man die ganz Kleinen nicht ständig tragen muss und dass die Oma auch sitzen kann. Natürlich kassiert die Stadt dafür, aber was solls, ist schließlich Weihnachten!!

Rathaus in Valencia zu Weihnachten

 

 

 

 

Und wo bleibt der Weihnachtsbaum?? Vor ein paar Jahren wurde man noch völlig verständnislos angesehen, heute sind die Supermärkte voll mit Zubehör. Falsche Bäume und Schmuck ohne Ende. Alles was das Herz begehrt, in den verschiedensten Farben, Formen und Preisvarianten. Bisher werden in Spanien weit mehr künstliche Bäume verkauft als echte. Nachdem es hier aber in vielen Regionen sehr warm ist, würden die Bäume die brandlos die Sommerzeit überstanden haben in der winterlichen gefällten Variante dann die Nadeln vermutlich sehr schnell abwerfen. Ergänzung - 2006 habe ich zum ersten mal auch echte Bäume (mit und ohne Ballen) im Angebot gesehen. Zugegeben, diese werden im Kaufhaus angeboten, was zum vorzeitigen Nadeln führen wird, aber jeder muss seine Erfahrung selber sammeln. Im Jahr 2008 werden nun schon im Eroski (eine der verbreitetsten Supermarktketten echte Bäume angeboten. Da sie schon von Anfang Dezember an da stehen und auch innen angeboten werden, hat man vermutlich zum Fest dann nur noch den Schmuck auf dem Baum. Dafür gibt es die Schokoweihnachtsmänner nach wie vor nur in den Deutschen Supermärkten. Lidl und Aldi sorgen sich scheinbar um das Wohl der Auswanderer. Dort kann man sich auch mit Weihnachtskalendern eindecken, denn auch die haben sich bisher in spanischen Geschäften noch nicht wirklich verbreitet.

Sieht man mal in die Wohnungen, so kann man mit Fug und Recht behaupten, die Spanier sind anfällig für diese Art von Schmuck. In jedem Haus steht ein Bäumchen. Bunt geschmückt und nach Möglichkeit irgendwie blinkend. Blinken ist angesagt. Immer mehr Menschen schmücken auch ihre Fenster und ungenutzten Balkönchen. Leuchten und Blinken ist scheinbar ein muss, je aufregender und greller, desto besser. (Irgendwie hab ich mir so eher Amerika vorgestellt)

Weihnachtsschmuck in Spanien

Rathaus in Gandia zu Weihnachten

Geschmückte Strassen in Gandia zu Weihnachten

Kathrin Enke 2008

 

 

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