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Stierkampf in Spanien

Stierkampf - ein Thema an dem sich die Geister scheiden. Speziell die der Deutschen. Aber es ist ein Thema, sowohl für die Anhänger als auch für die Tierschützer. Deshalb haben wir beschlossen im Gegensatz zu vielen anderen Informationsseiten über Spanien, nicht einfach einen "Negativartikel" zu veröffentlichen und dem Problem so aus dem Weg zu gehen, sondern wir gehen auf das Thema ein. So oder so, Informationen sind immer die Grundlage für eine sichere Meinung.

Das Ende steht bevor:

Wichtiger Erfolg der Stierkampfgegner in Spanien. Das Regionalparlament von Katalonien (Rund um Barcelona) hat als erste Region auf dem spanischen Festland den Stierkampf verboten. Tierschützer versuchten seit Monaten verzweifelt gegen den Versuch anzugehen, dass der Stierkampf als wertvolles Kulturgut eingestuft wird. Auch wenn der Verdacht nahe liegt, dass es mal wieder eine Rebellion gegen die Madrider Zentralregierung ist, so ist es doch trotz allem ein Erfolg für die Tierschützer und die Tiere. Auch wenn es manche Deutsche nicht glauben wollen, in Spanien gibt es Tierschützer, sie haben es nur -trotz eines sehr guten Tierschutzgesetzes- sehr schwer. 29.07.2010


2007: Der Sender TVE will künftig tagsüber keine Stierkämpfe mehr ausstrahlen. Aus Kinderschutzgründen sei es nicht zu verantworten, dass das traditionelle Spektakel im Vorabendprogramm laufe. Damit wird nach 51 Jahren mit einer Tradition gebrochen. Immerhin zieht auf dem öffentlich rechtlichen TVE Stierkampf nach dem so beliebten Fussball die meisten Zuschauer an. Auch wenn am Abend eine Zusammenfassung der Kämpfe gezeigt wird, so ist das doch immerhin ein Anfang. In den letzten Tagen wurden wiederholt aus aktuellem Anlass Kinder (Minderjährige, nicht älter als 12/13) gezeigt, die sich in voller Festkleidung an den Stierläufen beteiligten. Was übrigens verboten ist und die Eltern in diesem Fall für die Kinder haften. Die Kinder werden in voller "Läuferkleidung" teilweise sogar von ihren fanatischen Vätern begleitet. Wir sehen es positiv, es ist ein Anfang. 22.08.07

Rückschlag beim Kampf gegen den Stierkampf. Auch in Barcelona wurden im Jahr 2006 wieder Stierkämpfe veranstaltet.

Aktuell: Juni 2005: Jugendliche, "dezent" bekleidet, protestierten gestern vor der spanischen Botschaft in Washington gegen die Stiertreiben und Stierkämpfe in Spanien. Die Demonstranten trugen Plakate mit sich, auf den in spanischer Sprache zu lesen war: Nein zu den Stierkämpfen. Es handelt sich um eine Quälerei, es ist weder Kunst, noch Kultur. .

Bei den Demonstranten handelte sich um Anhänger der Organisation PETA, die für einen ethischen Umgang mit Tieren kämpft. 

Wegen der puritanischen Gesetze in den Vereinigten Staaten mussten die Demonstranten in Washington ihre Blöße zumindest bis zu einem gewissen Grade bedecken. Bei einer weiteren Protestaktion, die am 4. Juli in Pamplona veranstaltet wird, werden die Stierkampfgegner ihre nackte Haut zur Schau tragen, um die Haut der Stiere zu retten. Die Organisatoren der PETA rechnen mit einer Beteiligung von rund 600 Menschen, die doppelte Anzahl wie im Vorjahr.

Aktuell August 2004: Das Ende des Stierkampfes naht!!! Das staatliche Fernsehen will seine Übertragungen des Stierkampfes offiziell einstellen. Trotz grosser Proteste der Fans und der Stierkampf Verbände und vor allem trotz guter Einschaltquoten. Nach Fussball erzielt Stierkampf die nächstbesten Ergebnisse.

Aktuell April 2004: Ist der Stierkampf in Spanien dem Ende nahe???? Diese Frage stellen sich derzeit sowohl die Fans des traditionellen Treibens, als auch sämtliche Gegner und Tierschützer. So wurde noch vor kurzem der erste Lehrstuhl an der Uni in Madrid eingerichtet und nun wird in Barcelona erstmals in einer geheimen Abstimmung des Stadtrates für die Abschaffung gestimmt.  Das heisst, in Barcelona und Umgebung wird es keinen Stierkampf mehr geben!!!

Die grossen, schwarzen Stiere wurden inzwischen zum offiziellen Denkmal erklärt, die Werbetafeln von Veterano (Brandy) die überall in Spanien zu finden sind. Sie haben rein gar nichts mit Stierkampf zu tun!!!

Im Bertelsmann-Lexikon ist Stierkampf wie folgt definiert:

Stierkampf, Stiergefecht, span. Corrida de Toros, der Kampf  von Menschen gegen Stiere, bereits im alten Ägypten, in Vorderasien und in der kret. Kultur bekannt. Der klassische Stierkampf nach festgelegten Regeln wird heute nur noch in Spanien ausgeübt; in Südfrankreich und Portugal wird eine unblutige Form bevorzugt. Der Stierkampf wird mit dem feierlichen Einzug der Stiergruppen in reichen Kostümen des 17.Jh. eröffnet. Dann wird im ersten Gang der Stier durch rote Tücher (capas) der Capeadores gereizt; im 2. Gang bringt der Picador 3 Lanzenstiche im Nacken des Tieres an; danach stossen die Banderilleros dem Stier von vorn ihre mit Widerhaken versehen Spiesse mit Fähnchen (banderillas) in den Nacken; Spiess- und Lanzenstiche sollen die Nackenmuskulatur des Stiers schwächen. Im 4. Gang tritt dem nun äusserst gereizten Stier der Torero oder Matador ("Töter") entgegen, reizt den Stier nochmals mit einem roten Tuch (muleta) zu einer bestimmten Reihe von Passagen und dirigiert ihn in die geeignete Position, um ihn durch einen Stich des Stossdegens (espada) zwischen Schulterblätter und Wirbelsäule zu töten.

 
Aber wer will sich schon mit der Definition zufrieden geben. Wie man lesen konnte, wird die "blutrünstige" Variante in den Nachbarländern bereits nicht mehr praktiziert. Und auch in Spanien gibt es inzwischen mehr die gegen den Stierkampf sind als dafür, das bedeutet aber noch nicht, dass es aktive Stierkampfgegner sind. Aktive Anhänger gibt es nach wie vor mehr als aktive Gegner. Ihre Argumente lauten im Allgemeinen wie folgt

 

  • Tradition
  • würdevolles Leben und Sterben (Vergleich dazu die "Burgerlieferanten" haben ein wesentlich kürzeres, beengteres Leben, von Transporten und dem Sterben wollen wir hier nicht erst anfangen)
  • Artenerhaltung (nicht nur die Stierarten, die so sonst vom Menschen nicht benötigt werden würden, auch eine beachtliche andere Anzahl von Kleintieren lebt auf den gepflegten Zuchtanlagen für Kampfstiere - ein Grossteil dieser Arten würden nachgewiesenermassen aussterben. Da diese Anlagen ohne Stiere ebenfalls nicht existieren würden
  • Fairer Kampf - ja darüber lässt sich ja nun ernsthaft streiten, denn wo bitte hat der Stier eine Chance. Selbst wenn er sein Gegenüber besiegt, dann wird ein anderer Torero geschickt, der dem Leben ein Ende bereitet.
  • schönes Leben - zugegeben, kaum eine Milchkuh hat ein so friedliches Leben, auf Weiden stehend, nur das beste Futter, keinem Negativreiz dieser Welt ausgesetzt, so verbringen die späteren Kampfstiere die ersten Jahre ihres Lebens. Nicht zu vergessen, es werden Hunderte und Tausende Stiere unter diesem "Luxus" aufgezogen und nur ein Bruchteil davon gehört dann zu den Auserwählten .
  • Stiertreiben - auch das gehört mit dazu. Das bekannteste findet alljährlich in Pamplona (Navarra) statt, das zweitgrösste in San Sebastian. Wobei sich die Zahl der Verletzten in San Sebastian in immer in Grenzen hält, vermutlich gehen dort nicht so viele "ungeübte" Ausländer an den Start. Die Verletzten sollten eine Genugtuung für alle Stierliebhaber sein.

 

Für mich allerdings steht fest, wer in einem Land zu Gast ist sollte zumindest die bestehenden Dinge respektieren, egal ob man in England mit dem Auto links fährt, in Indien die Kühe heilig sind (egal wie elend es Mensch und Tier geht), man in Signapur keine Abfälle auf die Strassen wirft oder in der Türkei kein Schweinefleisch isst. Wenn man Gast ist, sollte man sich als solcher verhalten und nicht an allem und jedem rummeckern. Wenn man organisiert und vernünftig gegen etwas vorgeht, so kann das Erfolg bringen und manchmal sogar Anerkennung. Es gibt ganz sicher Organisationen, die sich das Ziel gesetzt haben den Stierkampf zu bekämpfen, wenn Sie also Gegner sind, schliessen Sie sich dort an und meckern bitte nicht einfach in der spanischen Öffentlichkeit und das dann möglichst auch noch in deutsch, schliesslich wollen wir auch nicht unsere Frauen mit Kopftuch auf die Strasse schicken, nur weil einige Besucher Deutschlands das für richtiger halten. Ganz sicher ist es eine Frage der Zeit. Je besser es den Menschen geht, desto mehr Menschen kümmern sich auch um Tiere (incl. Stiere) und Spanien befindet sich auf einem guten Weg dorthin.

 

Stierkampfmuseum Murcia
Museo Taurino
Calle Actor Francisco Rabal, s/n
Tel 968 285 976
Die - Sa 10-14 Uhr/ 17-20 Uhr
Sonntag 10-14 Uhr

hier springt ein Teilnehmer des Stiertreibens in San Sebastian über den Stier.

Da ich immer wieder angeschrieben werde, wo man denn die Eintrittskarten für Stierkämpfe kaufen kann, habe ich nun beschlossen, einige links zu diesem Thema hier zu veröffentlichen. Mir ist klar, dass ich nun wieder vermehrt Post von Stierkampfgegnern erhalten werde, aber eine persönliche Beantwortung der einzelnen Anfragen ist für mich doch relativ aufwendig, deshalb also hier die links:

 

 

Stierkampfarena in Valencia

Tickets für Stierkämpfe kann man in Spanien natürlich auch online erwerben. Leider sind diese Seiten fast alle (wie auch die der Arenas) ausschliesslich in spanischer Sprache, manche aber auch in Englisch. Die Preise hängen übrigens von der Veranstaltung, der Arena und den Plätzen ab (Schatten oder Sonne) und gehen bei ca. 9 Euro los, erreichen aber durchaus auch mal 360 Euro in der Loge. Die Spanier kaufen ihre Karten meist erst an der Kasse, wobei es natürlich auch besondere Kämpfe gibt, wo die Tickest genauso vergriffen sind wie beim Fussball.

 

 

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