Korkproduktion in Spanien

Schon im Jahr 500 vor Christi wurden Tongefässe mit diesem Material verschlossen. Aber erst 1670 wurden Flaschen damit abgedichtet. Wie und wer (Dom Pérignon?) nun letztendlich dafür verantwortlich war und den entscheidenden Schritt getan hat, darüber gibt es unterschiedliche Geschichten, fest steht, dass seitdem die elastische Rinde der Korkeiche zum Verschließen von Flaschen verwendet wird. Korkeiche

Für die östliche Region Extremadura ist  Kork einer der wichtigsten Exportgüter. 150.000 Hektar Land sind derzeit mit Korkeichenwäldern bedeckt. Die Bäume benötigen rund 30 Jahre um Ihre Rinde so weit zu entwickeln, bis die Rinde zum ersten Mal vom Baum geschält werden kann. Die Bäume hier brauchen zwar etwas mehr Zeit, aber dafür sind die Korken von ausgezeichneter Qualität. Die zweite Schälung kann nach etwa weiteren 10 bis 12 Jahren durchgeführt werden. Aber erst die dritte Schälung bringt die wirklich gute Qualität, die für einen guten Wein begehrt und auch teuer ist.

 

Ablauf der Korkherstellung

  • Schälung per Hand

  • Lagerung der Rinde über etwa ein Jahr

  • nach dieser Zeit wird der Kork gewaschen und gekocht

  • je nach gewünschter Korklänge werden die Rinden jetzt geschnitten

  • Ausstanzen des Korkens in Stammrichtung

  • Qualitätskontrolle

  • Abrunden der Kanten und polieren der Korken

  • Sterilisierung

Korkabfall gibt es inzwischen kaum noch. Das entstehende Granulat wird heute entweder auch zu Korken verarbeitet oder aber auch in verschiedene Baustoffen mitverarbeitet (Korkmatten).

Der Champagnerkorken besteht übriges aus drei Teilen (zwei Korkscheiben und dazwischen ein Zylinder aus Korkgranulat und Harz)