Flamenco
Der Flamenco ist ein Volkstanz, der nicht nur Spanienreisenden begegnet, sondern auf der ganzen Welt bekannt ist. Flamenco kommt aus Andalusien und ist in seiner reinsten Ausprägung in dem Viereck zwischen Granada, Málaga, Cádiz und Sevilla zu finden. Mit dem Betriff Flamenco verbinden nicht nur Spanientouristen in erster Linie Bilder von sich drehenden Frauen mit weiten, schwarz-roten Röcken, streng zurückgekämmten Haaren und harten Lederschuhen, die im Takt auf das Parkett hämmern, als Gründen damit Nägel in den Boden eingeschlagen. Hinzu kommen lockende, kreisende Handbewegungen und Blicken, die von Liebe und Eifersucht, Besitz und Freiheit künden. Männer, die am Rand der Tanzfläche stehen und mit den Händen den Takt klatschen, singen oder Gitarre spielen, runden das Bild ab. Den Flamenco zu fühlen ist etwas ganz besonderes. Man schlüpft dabei in eine völlig neue Rolle, in der man sich von seinem Verlangen, seinem Instinkt und seinen Gefühlen leiten lässt. Die Welt anders zu sehen, mit geöffnetem Herzen, die Not zu ertragen, durchdrungen von Musik, Freude und Tränen – das ist es, was diesen Tanz so besonders macht. Der Flamenco entwickelte sich b dem 15. Jh im südwestlichen Andalusien. Er verband traditionelle Zigeunermusik mit arabischen, jüdischen udn auch altindischen Weisen. Ursprünglich bestand er nur aus dem Gesang, entweder dem etwas tiefen und schwermütigen “cante jondo” oder dem heiteren “cante chico”. Vorgetragen wurde er zunächst im privaten Rahmen, etwa bei Familienfesten reicher Gutsbesitzer oder auch in den Freudenhäusern. In die Musikcafés kam der Flamenco erst ab Mitte des 19.Jh und verband sich auch hier erstmals mit den anderen beiden Küsten. Dem Tanz (baile) und dem Gitarrespiel (tocque). Die Cafës waren einige Jahrzehnte lang populär, verschwanden aber in den 30er Jahren des 20.Jh von der Bildfläche. Der Flamenco überdauert bis heute in den örtlichen Vereinen, hat aber auch weltweit Künstler verschiedener Genres inspiriert und so zu neuen Entwicklungen geführt. Obwohl es etwa 20 unterschiedliche Tanz- und Gesangsformen gibt, kann man zwischen Cádiz, Sevilla nd Granada immer noch auf traditionelle Darbietungen stoßen: Zwei Stühle, ein Sänger und ein Gitarrist. Die Stimme führt, die Gitarre ordnet sich unter. Was den Tanz betrifft, so sind bei den Andalusier die “Sevillanas” beliebt, die zu einem vierstrophigen Volkslied getanzt werden und einem eher strengen Regelwerk folgen.
mehr zum Thema Flamenco erfahren Sie auf folgender Seite. www.flamenco-world.com Die Seite ist wirklich umfassend und nach Ländern sortiert. Aktuelles, Gitarristen, Schulen und vieles, vieles mehr.
- www.flamenco.org (viele nützliche Links findet man hier rund um das Thema flamenco)
- Wer Lust zum tanzen hat findet hier Kontakte
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