San Sebastian nach Figueres – vom Atlantik zum Mittelmeer
quer durch die Pyrenäen
Auch wenn man hier schon im so genannten sonnigen Süden ist, in den Pyrenäen sollte man das Wetter nicht unterschätzen. Prinzipiell kann man von Mai bis Mitte Oktober fahren, aber am angenehmsten ist es wohl im Juni oder im September. Die Startregion ist die niederschlagreichste in ganz Spanien, also bitte nicht überrascht sein, wenn das aus Deutschland gewohnte Nass auch hier von oben kommt.
Die erste Etappe ist die Strecke von San Sebastian nach Pamplona. Die Strecke führt über Irurita, Eugui und Zubiri. Wenn nicht die richtige Straßenkarte zur Hand ist, dann doch lieber auf Wegweiser verlassen, oder im Notfall fragen. Wenn man der Sprache nicht mächtig ist (in dieser Gegend wird ohnehin baskisch gesprochen) dann ist es oft hilfreich einen Zettel mit den entsprechenden Orten bei sich zu haben. Auch wenn man nicht verstanden wird, die Menschen sind hilfsbereit. Wenn das Wetter schön ist (Regen und Nebel ausbleiben) dann hat man hier den optimalen Einstieg in die Pyrenäen. Einen Bummel durch die Innenstadt von Pamplona kann man ruhig mit einplanen, vorausgesetzt man ist nicht gerade zum Stiertreiben vor Ort. Außerhalb dieser Zeit ist auch jederzeit ein Bett problemlos zu ergattern
Weiter geht es dann von Pamplona aus über Cizur Menor, Esparza, Campanas, Artajona, Tafalla und Olite. Manchmal kommt man sich vor wie im Mittelalter, die Gebäude aus dieser Zeit jedenfalls sind so häufig, das es fast unwirklich erscheint. Sehenswert in jedem Fall ist der Königspalast von Olite, aber auch die Altstadt von Olite braucht sich nicht zu verstecken, Touristen sind hier so gut wie nicht zu treffen,
aber keine Angst, das Mittelmeer kommt und damit auch die Menschen, die Läden und die Unruhe. Für Geländefreunde bietet sich hier ein Abstecher in die Landschaft südlich von Olite an, wo man nach Herzenslust in Gestein und Geröll herumfahren kann. Auf der Strecke von Caparroso aus liegt in westliche Richtung das verlassene Kloster San Juan de la Peña. Die Fahrt geht weiter nach Asó, einem Bergdorf. Von hier aus werden Sie verschiedene Wege auf ihrer Karte sehen, aber ganz sicher einer der schöneren Wege ist der nach Zuriza. Er führt durch enge Bergschluchten, eine traumhafte Gegend, mit einem kurzen Abstecher nach Frankreich. Die Grenze stellt kein Problem dar, keine Kontrollen – nichts. Weiter führt der Weg am Stausee Lanuzea bei Sallent de Gállego vorbei. Über Biescas fährt man hier weiter in Richtung Nationalpark von Ordesa. Man befindet sich hier in einer der beliebtesten Wandergegenden der Pyrenäen. Von hier aus orientiert man sich in Richtung Puerto de Foradada, hinauf nach Castejón de Sos und Castarne. Von hier aus gibt es 40km kurvenreiche Strecke, die besonders am Sonntag von den Einheimischen zum Austoben genutzt wird. Während die Einheimischen wieder in Richtung Heimat fahren geht es für uns weiter nach Andorra. Kurven gibt es hier endlos, genauso wie jede Menge käuflich günstig zu erwerbender Dinge. Der Port d’Envalira ist immerhin 2407m hoch und man hat bei der Fahrt keinen Moment Zeit sich auf schöne Blicke oder gute Aussichten zu konzentrieren. Wenn man keine Kurven mag, lieber einen anderen Weg wählen.
Jetzt sind wir dann schon bald in Figueres. Dem Geburts- und Sterbeort von Salvador Dalí. Hier gibt es Menschen in Mengen, egal welche Jahreszeit man erwischt. Am besten ist Motorrad abstellen und mit einreihen. Auch für einen Nicht-Museums-Fan ist ein Gang ins Dalí Museum Pflicht, zumal man hier nicht nur auf Bilder oder klassische Kunstwerke stösst, sondern wirklich auf Abwechslungsreiches und Witziges und – wann kommt man schon wieder mal her.
Mehr zu Figueres und Dalí finden Sie hier
Von hier aus ist es nicht mehr weit zum lang ersehnten Bad im Mittelmeer.
Strecke etwa 1400 km
Übernachtungen
je nach bedarf jederzeit an der Strecke möglich, aber auch ein kleines Zelt im Gepäck tuts
Hotels u.a. in Pamplona, in Olite, in Toral, in Llavorsí
Camping in Ansó a Zurzia, Bonansa, Port de la Selva
Anforderungen
Ausdauer sollte mitgebracht werden
Kurven sollte man lieben
keine Hektik verbreiten wenn man sich mal verfährt
Auch denkbare Strecke für Autofahrer, oder gut trainierte Radsportler
Sehenswert
Königspalast von Olite
Kloster San Juan de la Peña
Dalímuseum in Figueres