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Fallas - das Spanische Fest der Feste

Jeder Stadtteil Valencias besitzt mindestens eine der "Peñas Falleras", deren Mitgleider, die "Falleros" , einen Jahresbeitrag zahlen. Während der Festivitäten wird jede "Peña Fallera" von einer jungen Dame in einem oftmals über 2.500 Euro teuren Kleid valencianischer Tracht repräsentiert, der "Fallera Mayor". Sie erhält Unterstützung von der "Fallera Mayor Infantil" ihrem kindlichen Pendant. Die Königin aller "Falleras Mayor" ist die "Fallera Mayor de Valencia". 

Sie wird schon zwischen Ende Januar und Anfang Februar gekürt, eröffnet und beendet die Fallas. Darüber hinaus repräsentiert sie für ein Jahr die Stadt Valencia bei allen offiziellen Anlässen. Letztlich müssen die Fallas auch noch bezahlt sein. Ihre Kosten steigen mitunter in schwindelerregende Höhen - bis zu mehr als 15 Millionen Peseten. Das ganze Jahr über überlegen die Ausrichter, wie das Spektakel finanziert werden kann. Ein guter Teil der Summe kommt über Lotterien, Tombolas, Theater- oder Ausflugsveranstaltungen zusammen.

Der vom Komitee engagierte Künstler fertigt ein Modell der Falla an. Aus Ton formt er die Hauptfiguren und die Ninots, die ihr beigesellt sind. Dann macht er davon Gipsabgüsse, schneidet se in zwei Teile und füllt sie mit einem Pappteig. Heute wird immer häufiger auch Polyurethan verwendet, das leichter und einfacher zu bearbeiten ist. Sobald die Masse trocken ist, werden die beiden Hälften aus der Form gelöst, zusammengeklebt, gekittet, poliert und mit Akrylfarben bemalt. Vielerorts wird die Falla vollständig in der Werkstatt gefertigt, dann für den Transport zersägt und am Standort wieder zusammengefügt. 

Es erfordert einiges Können, die Riesengebilde, die bis zu 10 Tonnen wiegen, an Gerüsten zu befestigen, auszubalancieren und ins Stadtbild einzupassen.

Am 15.März werden die zersägten Fallas und Ninots mit Lastwagen von den Werkstätten an ihren Standort gefahren, wo sie dann schnellstmöglich aufgestellt werden. Die ganze Nacht über arbeiten die Aficionados an den Fallas, setzen sie STück um Stück zusammen und geben ihnen den letzten Schliff mit Mauerputz, Plastillin, Klebstoff und Farbe. Die dargestellten Motive schneiden alle nur erdenklichen Themen an: politische, und soziale Aktualitäten, Geschichte, Legenden und Mytholigie, Hommgen an grosse Persönlichkeiten, Literatur, Kunst und Sport. Ein Preisgericht besucht sie alle, um die Besten unter ihnen auszuzeichnen.

Begleitet wird das Fest von Musik und vor allem Krach. Ab 8 Uhr ist an Schlaf nicht mehr zu denken, Tag und Nacht hört man Knallkörper explodieren und Raketen loszischen.

Blumenopfer

Religiöses Beiwerk am 17. und 18. März ehrt Valencia seine Schutzpatronin. Das Blumenopfer an die Virgen de los Desamparados ist seit 1945 einer der bewegendsten Momente des Festes. Zwei Tage lang zieht eine Prozession von bis zu 200.000 Männern, Frauen und Kindern an der 14 Meter hohen Holzstatue der Heiligen Jungfrau vorüber und legt ihr Tausende von Blumensträussen zu Füssen. Mit einigen der Sträusse fertigen am Gerüst festgebundene Vestidores, Garderobiers, der Muttergottes und ihrem Kind einen farbenprächtigen Blumenmantel, Der Platz versinkt in einer Orgie der Düfte.

Die Verbrennung

Die Festlichkeiten gipfeln in der Crema. Wenn am 19. März punkt Mitternacht die 400 riesigen Gebilde gleichzeitig auflodern, geht die Stadt buchstäglich in Flammen auf. In Deutschland undenkbar, die Figuren stehen oft so Dicht an den Häusern, das es unmöglich ist, dort auf einem Balkon zu stehen. um dem Spektakel zusätliche Dramatik zu verleihen, werden Fallas mit Knallkörpern bestückt, die mit Getöse explodieren. Feuerwehrleute sorgen mit Wasserkanonen dafür, dass sich das Feuer nicht auf die umliegenden Häuser ausbreitet. Als letzte werden die preisgekrönten Fallas verbrannt.

1.000 Tonnen Karton und Holz, 300 Tonnen Farbe und Lacke, sowie an die 100 Tonnen Nägel verabschieden sich auf den Scheiterhaufen der Satire. Der Nicht-Valencianer befürchtet zunächst einen aufkommenden Flächenbrand, da die Figuren in teilweise nur knapp fünf Meter Entfernung von Häusern entzündet werden - gefährlich nah, wie jeder sicherheitsbetonte Deutsche meinen würde. Auf keinen Fall dürfen die mit Pulver und Benzin "gefütterten" Fallas in den engen Gassen zur Seit kippen, sondern müssen artig in sich zusammenfallen. Deshalb dürfen auch die grossen Fallas erst verbrannt werden, wenn die Feuerwehr anwesend ist. Die letzte Falla, die ihr Ende in den Flammen findet, ist die auf dem Rathausplatz. Wenn auch sie verbrannt ist, gibt es um 1 Uhr ein abschliessendes Feuerwerk.

Einige Hinweise noch:

  • versuchen Sie nicht auf gut Glück mal eben zum Fest nach Valencia zu fahren. Kein Hotelbett waret, noch nicht einmal ein privates Quartier ist zu finden, die Zeltplätze platzen aus allen Nähten. Mit dem Auto wird man auf Parkplätze weit ausserhalb geleitet.  Bus oder Zug sind wesentlich einfacher zu nutzen und auch eine kleine Reise kann man buchen.
  • sollte es regnen - werden die Fallas trotzdem verbrannt. Allerdings kommt es dann immer wieder zu kleinen Problemen, da zu viel Brandbeschleuniger verwendet wird.
  • Verletzte gibt es fast jedes Jahr, oft durch die Böller, dies wird nicht weiter dramatisch bewertet und anschliessendes Klagen vor Gericht ist nahezu aussichtslos. Also etwas Vorsicht ist geboten.

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