29. Juli 2010
Katalonien, das ist die Gegend um Barcelona - die treten für ihre Unabhängigkeit ein, wie die Basken. Nur haben sie friedlichere Mittel. Trotzdem kommt es wegen dieser “Kleinstaaterei” immer wieder zu Reibereien. So gab es Fluggesellschaften, die gezwungen werden sollten, ihre Durchsagen und Werbetexte in Katalan zu veröffentlichen und nicht in Spanisch (wie es zumindest ein Teil der Urlauber verstehen könnte). Sicher ist der Erfolg bei der Abstimmung der Regionalregierung auch eine Trotzreaktion auf den Wunsch der Zentralregierung, Stierkampf zum schützenswerten Kulturgut zu ernennen. Damit wäre es nicht mehr zu verbieten.
Den Tierschützern wird es egal sein, den Stieren auch, hauptsache es finden keine Stierkämpfe mehr statt. Stierhatz ist darin nicht inbegriffen, trotzdem ist es ein Teilsieg. Das eigentlich gute Tierschutzgesetz übrigens würde Stierkampf verbieten, aber das verbietet auch das Aussetzen von tausenden Hunden, das Halten von Hunden ohne Futter und Wasser, das Aufhängen von Hunden, das jahrelange vernachlässigen von Pferden und Eseln, Hundekämpfe usw. Ja, auch das ist Spanien. So super wie es ist, wenn sich gerade mal keiner aufregt, wenn man falsch parkt oder den Motor nicht ausmacht (nur weil man mal eben Oma ins Haus bringt oder zum Bäcker muss), genauso lasch wird auch das Tierschutzgesetz angewendet. Es ist doch nur ein Tier, was man da gerade am Baum aufhängt oder aus dem Auto wirft.
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28. Juli 2010
Unsere Proteste waren erfolgreich - zumindest klingt es so. Am vergangenen Freitag fand die Gedenkfeier für Mora statt, eine Hündin, die man in einer Art gehalten hat, dass man es gar niemanden zeigen möchte. Die Maden krochen aus nahezu jeder Pore ihres Körpers, sie waren in den Ohren und kamen direkt durch die Haut. Unvorstellbar wie lange ein Hund vor sich hinvegitieren muss, um in einen solchen Zustand zu kommen. Mora war komplett unerernährt und ausgetrocknet, aber sie wollte leben. Ihre Augen sagten das. Hinzu kamen zwei Tumore und jeder andere Parasit, den sich ein Hund nur einfangen kann, bis hin zu Anaplasmose und Ehrlichiose. Dank der Unmenge von Zecken hatten auch diese Parasiten auf dem geschundenen Körper leichtes Spiel. Fröhe … unzählbar. Und so ging das weiter. Tagelang kämpften unsere Tierärzte um das Leben von Mora, sie erholte sich soweit, dass sie selbständig gefressen und gesoffen hat, natürlich nicht die komplette Menge allein, aber sie zeigte ihren Willen. Die Anaplasmose jedoch setzte ihr extrem zu, letztlich bekam sie Bluttransfusionen. Eigentlich wollten wir Plasma kaufen, das ist jedoch in den Sommerferien nicht möglich in Spanien, da die Blutbanken zu den Unis gehören und diese ja Sommerferien haben. Sie brauchen Blut?? Pech gehabt - wir haben Ferien. Nach der Transfusion von einer Spenderin schlief Mora das erste Mal seit 10 Tagen tief und fest, komplett entspannt. Sie atmete gleichmässig und ihr Körper fand Ruhe - die letzte Ruhe.
Da wir den Besitzer kennen und gegen ihn anzeige erstattet hatten, wollten wir auch das sich die Polizei bewegt, die Politik und Justiz ihre Arbeit tun - aber fast immer ist dieses Bemühen vergeblich. Aus diesem Grund organisierten wir über facebook nicht nur eine Anktion mit Schreiben an das Rathaus, sondern auch eine Gedenkveranstaltung direkt davor. Dort wurde uns versichert, dass am Montag (dieser Woche) eine offizielle Pressekonferenz gegeben wird. Das Rathaus hielt sich an sein Verstprechen und verkündete am Montag gegenüber allen Journalisten, dass sie solchen Fällen (Täter bekannt) ab sofort schneller nachgehen werden.
http://www.facebook.com/pages/SPAMA-Safor/279465723351#!/album.php?aid=234283&id=279465723351
Wir hoffen, dass sie sich daran halten. Über Spenden wurde die Behandlung von Mora (unsere TAs arbeiten umsonst) komplett durch Tierfreunde übernommen. Kleine Spenden, die letztlich vielleicht zu mehr Schutz von hilflosen Tieren führen.
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25. Juli 2010
es ist heiss, es ist heiss, es ist heiss…
Klimaanlagen laufen auf Hochtouren, man kann vor Mitternacht nicht ansatzweise schlafen (Wärme), es läuft der Schweiss, obwohl man gar nichts tut, man hat keinen Hunger, mach wacht völlig geplättet auf….
aber … dann gibt es so tolle Sachen wie Mojtos oder :


Abends, ab 19 Uhr ist es einfach am Schönsten - oder morgens gegen 7 aber das ist nicht wirkich meine Zeit.
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24. Juli 2010
Salsa hat zum Glück keine inneren Verletzungen von ihrem Unfall davongetragen. Ihr geht es inzwischen wieder gut. Heute ist sie erstmals wieder durch ihre Plantage gerast, weit ab von Autlärm. Sie kam zurück wie ein paniertes Schnitzel, da im Moment irgendwelche eigenwilligen Pflanzen so eine Art Minikletten haben. 30min ausfitzen waren die Floge, aber sie war glücklich (und ich auch). Ihr Bauch sieht aus wie der eines Leoparten, dunkelrote Flecken auf hellrosa Untergrund. Die Blutargüsse sind erschreckend, aber nicht schlimm. Das heilt wieder. An ihrer Panik bei vorbeifahrenden Autos, speziell bei den engen spanischen Strassen, müssen wir jetzt mit viel Geduld arbeiten. Manchmal versucht sie sich in ihrer Panik nach hinten aus dem Halsband zu ziehen. Dafür ist sie jetzt die Erste im Haus, wenn es wieder nach Hause geht - sonst ht sie immer allen anderen den Vortritt gelassen. Na das wird schon - braucht nur etwas Zeit. Schliesslich hätte es viel schlimmer kommen können.
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21. Juli 2010
… gestern ist bei meinem Galgo das Halsband gerissen. Da wir unsere Stempelnase kennen, darf er nicht in den Orangenplantagen frei laufen. Er bleibt etwa 2 h weg, frisst alles was er nicht fressen soll und jagd ausserdem Kaninchen - was er auch nicht soll. Nachdem es aber so heiss ist im Moment, haben wir ihm gestern ein anderes Halsband gegeben, also nicht das Windhundhalsband, sondern ein schmaleres, wo er mehr Luft an den Hals bekommt. Nachdem er da drei Mal hineingerannt ist (vor Freude, es gab eine kleine Überschwemmung in der Plantage und somit Wasser zum Spielen), hatte ich plötzlich die Leine und das Halsband und Tango seine Freiheit. Er konnte sein Glück gar nicht fassen und rannte los, als würde er bei uns schwer misshandelt werden. Salsa traute ihren Augen nicht und verfolgte IHREN grossen, trotz aller Rufe von mir…
Das Warten nichts bringt wusste ich eigentlich, suchen auch nicht wirklich, dazu sind die beiden zu schnell unterwegs. Also sind wir dann erst mal nach Hause und haben gewartet. Es liegt nur eine kleine Strasse zwischen uns und der Plantage. 1,5h später kam klein Salsa, vollkommen verängstigt und verdreckt nach Hause. Sie hatte Schürfwunden am ganzen Körper und sah erbährmlich aus. Eine Grundreinigung musste her… Dauer fast 2h.
Inzwischen kam dann auch Tango wieder heim, er war fertig mit der Welt. reichlich 2h rennen bei der Hitze schlaucht halt. Er hatte nur einen Stachel im Fuss, sah fast aus wie ein Zahnstocher, aber er war problemlos entfernbar. Abends bin ich dann mit Salsa noch zum TA gegangen, da sie sich schlecht bewegte - Ergebnis, sie wurde angefahren. Ausgerechnet die kleine Maus, die sich so überwinden muss, wenn sie fremde Sachen sieht, die 5 Jahre im Tierheim sass und nie etwas anderes gesehen hat - ausgerechnet sie muss angefahren werden.
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19. Juli 2010
Eines der bekanntesten Feste findet derzeit in vielen Orten der Com. Valencia statt. Unter anderem in Oliva. Dort wird die Eroberung der jeweiligen Ortschaft durch die Araber und später dann die Rückeroberung durch die Christen in prunkvollen Kostümen nachgestellt.

Natürlich sind bei den richtigen Darstellern die kinder immer mit dabei

Männer und Frauen sind bei den Vereinigungen dabei, die Stühle an den Strassen muss man übrigens bei Nutzung zahlen.



Kosten scheinen keine Rolle zu spielen

die beiden sind noch im Anmarsch
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14. Juli 2010
In Gegensatz zu vielen Urbanisationen (siedlungen überwiegend mit Einfamilienhäusern und Villen), wird bei uns die Post ins Haus gebracht. Das funktioniert im Allgemeinen recht gut und für spanische Verhältnisse auch relativ schnell. Ein Vergleich mit Deutschland sollte man einfach niemals versuchen und deutsche Postkunden sollten etwas nachsichtiger sein, wenn ein Brief mal 2 Tage dauert - davon träumt man hier.
Aber zurück zum Thema: Vor einiger Zeit hatte ich Visitenkarten übers Internet bestellt. Hu hu, das ist mein blog, also kann ich auch die Firma sagen: Vistaprint. So weit so gut. Jedoch kam die Lieferung nicht an. Nun werden die Visitenkarten in kleinen Kartons verschickt, die eigentlich nicht richtig als Päckchen betrachtet werden können, aber auch in keinen Briefkasten passen. Bei vorherigen Bestellungen hatte unser Postbote die Kästchen einfach vor die Haustür gelegt - vertrauensvoll… Diesmal jedoch kam nichts an. Klar wir hatten unsere Festwoche zwischendurch, dann ist noch Ferienzeit, da gibt es Vertretungen - ich bekomme im Normalfall sämtliche Post an Ausländer… Also reklamiere ich bei vistaprint - erfolgreich. Kostenlos wird sofort eine Ersatzlieferung geschickt. Gestern dann höre ich zufällig, wie jemand etwas versucht in unserem Briefkasten unterzubringen. Ich gehe also raus - eine Aushilfe. Freundlich und nett… hallo wie gehts usw. Sie geht dann weiter. Plötzlich dreht sie sich rum und sagt zu mir, ich hätte da ein kleines Päckchen auf der Post liegen, das müsste ich abholen. Wenn ich nicht zufällig rausgegangen wäre - es gab keine Notiz, kein Klingeln - nichts. Also gehe ich etwas später auf die Post und siehe da, liegen doch dort zwei Päckchen mit Visitenkarten - auf die Frage, warum mich keiner informiert, meinte sie, es war ihre Vorgängerin und sie hätte mich ja informiert…. Was schliessen wir daraus? Vistaprint liefer super auch ne doppelte Menge aus und in Spanien muss man einfach wissen, dass man etwas mit der Post bekommt, um das überprüfen zu können.
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12. Juli 2010
jaaaaaaaaaaaa - Spanien hat es geschafft!!!
Wir sind weltmeister - auch wenn das Finalspiel nicht wirklich weltmeisterlich war, das hat hier niemanden interessiert. Party war angesagt. In sämtlichen umliegenden Ortschaften (wir wohnen ländlich und können etwa von 5 Orten sprechen) wurden die Glocken geläutet. Nach Abpfiff versammelten sich alle Nachbarn auf der Strasse, bzw. bei uns im Hof und es wurde gefeiert. Einer bemerkte treffend “Da muss Spanien erst Weltmeister werden, dass wir uns alle mal zusammensetzen” Es war schön, es war super, es war ausgelassene Stimmung und … es wurde wenig getrunken. So soll es sein. Und ich wünsche mir, dass Spanien wieder ein ganz klein wenig mehr zusammenwächst mit diesem Titel.
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9. Juli 2010
man kommt ja zu nix… und es ist warm, eher heiss (nachts - schlafen unmöglich), dazu ist noch ein Rollo kaputt gegangen. Bei reparieren hab ich bestimmt 2kg abgenommen - es gibt halt nichts schlechtes, an dem nicht auch was gutes ist… hier mal die ersten Bilder von Madrid:


das war die Schwulenparty (ein Teil davon)

eines der Wahrzeichen, die Markthallen im wunderschönen design aus Stahl und Glas direkt an der Calle Mayor

der Plaza Mayor, eines DER Wahrzeichen und einer DER Treffpunkte. Hier kann man gaz bequem auch noch 3 Uhr nachts herkommen und ist immernoch umgeben von jeder Menge Menschen…
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7. Juli 2010
… so heisst die kleine Katze jetzt. Sie wurde von einer angefahrenen Katze adoptiert, die am gleichen Tag eingeliefert wurde und zufällig auch Milch hatte. Jetzt hat die Maus eine ganz eingene Mama und ihr geht es prächtig, hoffentlich finden wir ein Zuhause - ich schau mal ob ich Fotos bekommen kann.
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